Herzlich Willkommen! Evangelische Kirchengemeinde Bad Driburg-Altenbeken-Neuenheerse!

auf ein Wort ........... im August

Sommerpsalm

 

Herr

Es gibt Leute, die behaupten,

Der Sommer käme nicht von dir

Und begründen mit allerlei und vielerlei Tamtam

Und Wissenschaft und Hokuspokus

Dass keine Jahreszeit von dir geschaffen

Und dass ein Kindskopf jeder

Der es glaubt

Und dass doch keiner dich bewiesen hätte

Und dass du nur ein Hirngespinst

Ich aber hör nicht drauf

Und hülle mich in deine Wärme

Und saug mich voll mit Sonne

Und lass die klugen Rechner um die Wette laufen

Ich trink den Sommer wie den Wein

Die Tage kommen groß daher

Und abends kann man unter deinem Himmel sitzen

Und sich freuen

Dass wir sind

Und unter deinen Augen

Leben.

 

Hanns Dieter Hüsch



auf ein Wort im September!

Es ist ALLES nur geliehen 
© Heinz Schenk  
 
Es ist ALLES nur geliehen 
hier auf dieser schönen Welt, 
es ist alles nur geliehen 
aller Reichtum, alles Geld. 
 
Es ist alles nur geliehen, 
jede Stunde voller Glück, 
musst du eines Tages gehen, 
lässt du ALLES hier zurück! 
 
Man sieht tausend schöne Dinge 
und man wünscht sich dies und das, 
nur was gut ist – und was teuer, 
macht den Menschen heute Spaß. 
 
Jeder will noch mehr besitzen, 
zahlt er auch sehr viel dafür, 
keinem kann es etwas nützen, 
es bleibt ALLES einmal hier! 
 
Jeder hat nur das Bestreben, 
etwas Besseres zu sein, 
schafft und rafft das ganze Leben 
doch was bringt es ihm schon ein? 
 
Alle Güter dieser Erde, 
die das Schicksal Dir verehrt, 
sind dir nur auf Zeit gegeben, 
und – auf Dauer gar nichts wert. 
 
Darum lebt doch euer Leben, 
freut euch auf den nächsten Tag, 
wer weiß schon – auf diesem Globus, 
was das Morgen bringen mag? 
 
Freut euch an den kleinen Dingen, 
nicht nur an Besitz und Geld, 
es ist ALLES nur geliehen 
hier auf dieser schönen Welt! 

 

Wenn gute Dinge dennoch NERVEN kosten...  

Schon seit gut einem halben Jahr läuft das Leben wieder wenigstens ein bisschen vorwärts. Corona ist noch immer im Nacken, aber zum Glück nicht so schlimm wie vor ein paar Wochen. Wir dürfen uns wieder über gemeinsame Aktionen in unserer Gemeinde freuen, wie z.B. die Gottesdienste oder die Gruppen und Kreise. So war es vor einem halben Jahr durch die hohen Inzidenzzahlen nicht möglich, sich zu treffen, gemeinsam Zeit zu verbringen und sich auszutauschen.

 

Besonders schön ist es, dass wir wieder viele Taufen und Trauungen in unserer Kirchengemeinde feiern dürfen. Jedes Mal ein schöner Moment, wenn ich solche Anlässe als Küstervertreter begleiten darf, auch wenn es mich sehr viele Nerven kostet, den Leuten in der schweren Zeit wirklich alles gerecht zu machen. Da kostet dann auch mal eine Trauung ganz viele Nerven, wenn man an drei Tagen vor der Trauung in der Kirche üben muss, um wirklich alles zu 100 Prozent durchzuplanen. Da frage ich mich, was das denn alles soll? Der ganze Stress nur um eine Trauung? Was hat man Ende davon? Muss im Leben wirklich alles durchgeplant sein? Ist es das wirklich wert? Warum lässt man es nicht einfach auf sich zukommen? 

Dabei muss ich immer wieder an das Gedicht von Heinz Schenk denken. Gedichte kann ich mir ja gar nicht merken, aber das Gedicht von Heinz Schenk erinnert mich irgendwie jeden Tag aufs Neue, was überhaupt wichtig im Leben ist.

“Es ist ja nur alles geliehen hier auf dieser schönen Welt”.


Auf dieser schönen Welt sind wir nur Gäste, das ist den Menschen gar nicht bewusst. Das merke ich immer wieder bei unseren kirchlichen Aktionen z.B. bei den Gottesdiensten, anstatt dass man sich freut, dass wir wieder zusammen Gottesdienste feiern dürfen, beschweren sich nur die Menschen über alles: mal ist die Altartischdecke schief, der Gottesdienst ist zu kurz, die Predigt zu lang, der Rasen vor der Kirche ist nicht gemäht, das Licht während der Predigt ist nicht aus, die Musik nicht passend zur Predigt, die Mikrofonanlage zu leise, die Blumendeko zu billig, die Stühle stehen nicht ordentlich hintereinander in einer Reihe. Ständig beschweren wir uns über alles, über kleine Dinge, anstatt sich zu freuen, dass es uns gut geht und wir nicht von der Flutkatastrophe betroffen sind. Wir dürfen gemeinsam Gottesdienste feiern und uns über das Leben freuen.

Also freut euch an den kleinen Dingen, nicht nur an Besitz und Geld, es ist

 

Alles nur geliehen hier auf dieser schönen Welt! :) 

 

Ich wünsche allen einen schönen September und denkt daran das Leben zu leben ohne Sorgen und Beschwerden. Freut euch, dass in unserer Gemeinde wieder Leben ist!!!!!

Lasst uns nach vorne schauen!! 

Bis dahin! 

Rudolf Moor 

ehrenamtlicher Küstervertreter und Presbyter