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Weihnachtsbotschaft von Präses Annette Kurschus!

 

 

„Gottes Botinnen und Boten senden mit der Verkündigung von der Geburt Jesu eine Freudenbotschaft von pandemischem Ausmaß und haben auch uns im Blick. Nach diesem verrückten Jahr wohl ganz besonders. Sie locken uns aus den Hinterzimmern unserer Befürchtungen und Ängste und Ungewissheiten.“ Dieses Hoffnungssignal geht für die Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Annette Kurschus, vom Weihnachtsfest im Pandemiejahr 2021 aus.

Die Zeit, zu der sich die Weihnachtsgeschichte begab, sei auch unsere Zeit, sagt Kurschus. „Was sich in jener Zeit begab, begibt sich wieder.“ Nach dem Lukas-Evangelium habe es vor der Geburt des Retters eine große Zählung gegeben. „Es beginnt mit einem ‚pandemischen‘, das ganze Volk betreffenden Befehl“, so die Ratsvorsitzende. Die ganze Welt sollte erfasst und registriert werden: „Jeder wird zur Nummer. Kaiser Augustus lässt zählen. Und da zählt nicht, ob du den Weg schaffst. Da zählt nicht, ob du ein Kind bekommst. Da zählt nicht, ob du eine Herberge findest“, so Kurschus.

„Heute erfahren wir neu und auf nie geahnte Weise, was es bedeutet, der Macht der Zahl ausgeliefert zu sein: Wie viele Infizierte? Wie viele Erkrankte? Wie viele Tote? Wie viele Intensivbetten? Wie viele Beatmungsgeräte? Wie lautet die Reproduktionszahl – und wie die Inzidenzzahl? Wie hoch sind die Fallzahlen? Nicht zu vergessen: Wie viele Flüchtlinge in Belarus? Wie viele Soldaten an der ukrainischen Grenze? Wie viel Grad bis zum Kollaps? Wieviel, wieviel, wieviel?“

Die Macht der Zahlen lasse viele vor Angst erstarren, so Kurschus. Diese werde an Weihnachten durch die Geburt eines einzelnen ‚Kindes durchbrochen: „Gott kommt als verletzliches Wesen zur Welt, das auch als Erwachsener die Verletzlichkeit aushält – bis zum Tod am Kreuz. Und daraus wird neues Leben – für uns alle.“ Die Weihnachtsbotschaft rufe uns zu: „Seid nicht getrieben von Angst, sondern beflügelt von Hoffnung.“